“… Deutschland die angestammten polnischen Gebiete zu entreißen …” – Polnische Kriegshetze im Jahr 1932

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Die polnische publizistische Vorbereitung des Raubes Ostdeutschlandes während der Zwischenkriegszeit.

Um sich über die Ursache der Vertreibung der Deutschen aus Ostdeutschland durch die Polen objektiv zu informieren, ist es unerlässlich, sich ein Bild der polnischen Propaganda zu machen, die darauf abzielte, Ostdeutschland zu beanspruchen. Die Vorgeschichte des Landraubes Ostdeutschlands und der Vertreibung seiner deutschen Bewohner 1945 durch Polen beginnt damit, in welcher Weise in der Zeit nach den sogenannten „polnischen Teilungen“ während des 19. Jh. von großen Teilen der polnischen Intelligenz über eine Restauration des polnischen Staates nachgedacht wurde. Für die Zeit bis zum ersten Weltkrieg ist hierzu das Buch von Roland Gehrke als das Standardwerk zu dem Thema besonders empfehlenswert: Roland Gehrke – „Der polnische Westgedanke bis zur Wiedererrichtung des polnischen Staates nach Ende des Ersten Weltkrieges.“ Marburg 2001
http://www.herder-institut.de/fileadmin/user_upload/downloads/ebooks/gehrke_komplett.pdf
Polnische Dichter, Philosophen, Mystiker, Geistliche, Literaten, usw. nahmen Ostdeutschland als Objekt ihrer Agitation ins Visier. Dichtungen, literarische Analysen und Grenzlandromane mit antideutscher Tendenz entstanden. Daraus entwickelte sich der sogenannte „Westgedanke“ („mysl zachodnia“) als Forderung einer revanchistischen, revisionistischen Bewegung, die diese Gebiete beanspruchte. Sie ergänzten sich dabei mit Historikern, die die Geschichte Polens neu deuteten, den historischen Weg der letzten 500 Jahre, die Ostexpansion, als Irrweg verdammten, plötzlich Preußen-Deutschland als den „tausendjährigen Feind” stigmatisierten und Politikern, die daraus letztlich konkrete politische Forderungen und Konzepte zur „Wiedergewinnung der Westgebiete“ in Programmen erstellten.
In Versailles erbrachte dies für die Polen schon mal erste Erfolge. Posen und Westpreußen wurden dem polnischen Staat zugesprochen. Nicht nur die mehrheitlich polnisch besiedelten Gebiete, sondern auch deutsche. 70% der deutschen Bevölkerung dieser Gebiete – rund eine Million Menschen – wurden noch in den Zwanzigerjahren durch polnische Maßnahmen zum Abwandern nach Deutschland genötigt (schon damals die größte bekannte Menschenverschiebung Europas, aber doch erst ein Vorgeschmack darauf, was in viel größerer und tödlicherer Weise von den Polen ab 1945 verbrochen wurde). Doch damit war die polnische Gier auf deutsches Land keineswegs gesättigt.
Der folgende Artikel wird sich mit der publizistischen Propagandaarbeit der Polen im eigenen Land während der Zwischenkriegszeit auseinandersetzen. Die polnische Agitation wurde naturgemäß von den Heimatvertriebenen am genauesten beobachtet. Der „Deutsche Ostbund war als die größte Heimatvertriebenenorganisation in der Zwischenkriegszeit und vertrat die vertriebenen/verdrängten westpreußischen und Posener Deutschen. Schon oft hatte man auf die polnischen Aktivitäten aufmerksam gemacht. 2 Beispiele dazu. 1930 erschien dieser Artikel:
„Ost-Archiv und Heimatmuseum“ 1930, 4. Folge, S.15 (Beilage des „Ostland“, der Zeitschrift vom „Deutschen Ostbund“)

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Das Verbrechen von Ödenburg

Die Volksabstimmung vom                                            14. – 16. Dezember 1921 in Ödenburg.

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Der Beitrag Ostdeutschlands zur deutschen und europäischen Geistes- und Kulturgeschichte.

Beitrag von Fritz Gause auf den Seiten  579-597 in:

“Das östliche Deutschland”,

herausgeben vom Göttinger Arbeitskreis 1959

 

Landschaft und Baukunst

Durch Besiedlung aus Mittel- und Nordwestdeutschland, aus Flandern, Holland, später auch aus dem Salzburgischen und der Pfalz erhielt die ostdeutsche Landschaft im Laufe der Jahrhunderte ein neues Gesicht; sie veränderte sich in einem Ausmaß und mit einer Intensität, die etwa mit der Umgestaltung der Agrarlandschaft des 19. Jahrhunderts durch die Industrie vergleichbar ist. In diesem Lande, wo im Laufe der Jahrhunderte durch Zuwanderung und Verschmelzung deutsche Neustämme entstanden, hatte das regelmäßig gebaute, planmäßig angelegte Dorf mit einer vermessenen Gewannflur das unregelmäßige slawische Dorf mit der Blockflur verdrängt, der Scharpflug den Hakenpflug. Entwässerungsarbeiten, Deichbauten und Wassermühlen, Glashütten und Eisenhämmer bewiesen einen Stand der Technik, den das Land vorher nicht gekannt hatte. In wohlbemessenen Abständen lagen in dieser agrarischen Landschaft planvoll angelegte Städte mit Mauern und Toren, Marktplatz und Rathaus.
Die Frage, ob die Slawen schon Städte gehabt haben, ehe die Deutschen ins Land kamen – vielfach von ihnen gerufen -, läuft auf einen Streit um das Wort “Stadt” hinaus. Die Slawen hatten Handelsorte mit periodischen Märkten, die meist im Schutze einer Häuptlingsburg lagen, von Handwerkern und Dienstmannen bewohnt waren und von reisenden Kaufleuten zu den Marktzeiten aufgesucht wurden. Die Stadt im Rechtssinne mit Selbstverwaltung und einer freien, sozial gegliederten Bürgerschaft ist dagegen erst mit der deutschen Besiedlung nach dem Osten gekommen.
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„… in den Krieg wie zum Tanz” – Die polnische Presse im Jahre 1939.

Was alles in Polen alleine in den letzten fünf Monaten vor Kriegsausbruch in Zeitungen geschrieben, von hochgestellten Persönlichkeiten öffentlich geredet und in Landkarten plakatiert worden ist, davon hat nicht nur der von der feindlichen, antideutschen  Nachkriegspropaganda erzogene Deutsche so gut wie nichts erfahren. Durch diese “Verschwörung des Schweigens” ist verhindert worden, daß die Nationen des Westens einmal einen Einblick in die Seele des polnischen Volkes tun konnten, dessen angebliche “bewunderungswerte Ruhe” und “würdevolle Haltung” man in England und Frankreich immer wieder gerühmt hat. Tatsächlich sind in Polen nach der englischen Garantieerklärung im März 1939 die vorher halbwegs geschlossenen Schleusen des Deutschenhasses und Expansionsdranges gegen (Ost-)Deutschland wieder einmal weit geöffnet worden. Eine kleine Blütenlese davon, was deutsche Stellen gesammelt haben, ist hier zusammengestellt. Jeder mag sich sein eigenes Bild darüber machen, wie sehr die Wirkung dieser Hetze, die in erster Linie die wehrlose deutsche Volksgruppe in Polen zu spüren bekam, für den Kriegsausbruch mitverantwortlich war.
Wo ist zunächst die moralische Legitimation Polens, fremde Gebiete zu beherrschen ?                                           Die nichtpolnischen Volksgruppen wußten nur von Entrechtung, Unterdrückung und blutigem Terror zu berichten.
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Das Vermächtnis des Wenzel Jaksch.

Rundfunkrede 1) des sudetendeutschen Politikers Wenzel Jaksch (SPD) am 21. November 1966:

Vom Rechtsstandpunkt nicht abgehen.

“… Es kommen von allen Seiten Versuchungen an uns heran, etwa in dem Sinne, daß wir durch Vorleistungen ein besseres Klima gegenüber dem Ostblock schaffen und nach irgendwelchen Wartezeiten dafür durch Entgegenkommen belohnt werden sollen. Unser Standpunkt im Bund der Vertriebenen 2) ist der, daß wir in erster Linie die Aufgabe haben, die Stabilität der Bundesregierung zu sichern, um damit das Bollwerk gegen ein Vordringen des Kommunismus nach Westeuropa zu erhalten. Diese Aufgabe kann nur auf der Basis des unerschütterlichen Rechtsstandpunktes gelöst werden. Sobald wir anfangen, von diesem Rechtsstandpunkt abzugehen, etwa einmal die deutschen Ostgebiete abzuschreiben oder zu sagen, das sudetendeutsche Heimatrecht sei ausgelöscht, wenn wir damit anfangen, kennen wir bereits das Ende. Wir begeben uns auf die schiefe Bahn des Ausverkaufs, des Totalverzichts und schließlich der Anerkennung des Status quo, wie er heute ist. Wir würden die Schleusen der Unmenschlichkeit weiter öffnen. Die Bejahung der Selbstbestimmung ist der einzig denkbare politische und rechtliche Ausdruck des Selbstbehauptungswillens eines Volkes. Wir stehen hier in Deutschland vor der Entscheidung zwischen dauernder Fremdbestimmung, und man kann über diesen Zustand der Fremdbestimmung über große Teile Deutschlands nur hinwegkommen, indem man das Recht auf Selbstbestimmung, auch des deutschen Volkes, vertritt. Ein Drittes gibt es nicht.”
Anmerkungen:
1) Aus einem von Herbert Hupka (MdB der SPD; ab 1972 der CDU) kurz vor dem Tode von Jaksch aufgenommenen Interview für US-Rundfunkstationen.
2) Jaksch war ab 1964 auch Präsident des Bundes der Vertriebenen.
Quelle:
Teilabschrift aus Tonbandaufnahme vom 8. 7. 1966; 10 ms. S.; Bestand des Sudetendeutschen Archivs, München; dortige Archiv-Nr. T 91.
Bild von Jaksch auf dieser Seite neben anderen respektablen Sozialdemokraten, die im Bund der Vertriebenen sich aktiv für das Heimatrecht einsetzten.
http://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/stichwort/seliger-gemeinde.htm
Wenige Tage nach diesem Interview, am 27. November 1966, starb Wenzel Jaksch bei einem Autounfall…
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Ergänzungen zum Artikel über Prof. Warschauer

 

Ergänzung Nr. 2 zum Artikel:

 „Reklameblätter zur Heranziehung deutscher Kolonisten im 17. und 18. Jahrhundert.“

Aus: „Zeitschrift der Historischen Gesellschaft für die Provinz Posen“, XIII. Jg., 1898. Seiten 55-70

Von Geh. Archivrat Prof. Dr. Adolf Warschauer.

Die Einwanderung deutscher Protestanten besonders aus Schlesien, welche seit den dreißiger Jahren des 17. Jahrhunderts dem alten Großpolen eine außerordentliche Menge werthvoller Arbeitskräfte zuführte und die so stark war, daß sie nicht nur in einer großen Reihe von Städten neue Stadttheile begründete, sondern eine Anzahl neuer nicht unbedeutender Städte ins Leben rief, schloß sich in mancher Beziehung eng an das Vorgehen der mittelalterlichen Kolonisatoren an. Das Andenken an die letzteren war im Lande tatsächlich auch nicht erloschen. Der Grundherr Adam Albrecht Przyjemski, welcher im Jahre 1639 deutschen Neuankömmlingen die Stadt Rawitsch zu erbauen erlaubte, berief sich in seinem ihnen ausgestellten Privilegium ausdrücklich darauf, daß die Fremden auch schon früher die Städte Krakau, Lemberg und Posen erbaut und zu Nutz und Frommen der Krone und des Vaterlandes viele andere Grenzorte fundiret hätten. Der Grundriß, nach welchem die Ansiedler des 17. und 18. Jahrhunderts neue Städte im Slavenlande anlegten, war ganz der mittelalterliche. Wie damals bildete ein viereckiger Marktplatz den Mittelpunkt, von welchem die Straßen bis zur Stadtmauer liefen, nur daß jetzt vielfach nicht das Rathhaus, sondern die Kirche die Mitte des Marktes einnahm und augenfällig Zeugniß von den veränderten Beweggründen, welche die Kolonisten jetzt in die Fremde getrieben hatten, ablegte. Auch die Rechtsstellung der Stadt wurde gewöhnlich ganz im mittelalterlichen Sinne geordnet. Es erfolgte, wie in den alten Zeiten, regelmäßig die Exemtion von dem polnischen Landrecht und die Verleihung des Magdeburgischen Rechts durch den Landesherrn, der die Neugründung meist auch mit dem Rechte, mehrere Jahrmärkte abzuhalten, bewidmete.
Nur in dem einen wesentlichen Punkte unterschieden sich die neueren Städtegründungen von den mittelalterlichen, daß der sogenannte Locator des 13. und 14. Jahrhunderts fehlte.
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