Im Gedenkjahr. 12. März 1919 – 12. März 1938

Dieses Jahr steht im Zeichen unter anderem des 1oo. Jahrestages der Gründung der Republik Deutsch-Österreich (Deutschösterreich). „100 Jahre Republik“ wird dieses Gedenken allgemein abgekürzt genannt. Den Staatnamen „Deutsch-Österreich“ noch dazu erwähnen, dürfte so manchen Politiker und sonstigen Machtträger und Meinungsbildner unangenehm sein. In der 1. und in der 2. Republik dominierte ein völlig anderes, fast schon gegensätzliches Selbstverständnis von Staatbewußtsein und Volksbewußtsein. Es war deutschnational in der 1. Republik und ist in der 2. Republik fast schon antideutsch, was noch im Folgenden darzulegen ist. Und nun übernimmt es die wortführende Schicht dieser 2. Republik, die Gründung und das Bestehen der 1. Republik zu interpretieren. Was dabei schon zu sehen, zu erwarten – und zu befürchten – ist, das kommentiert dieser Beitrag.

Postkarte der Republik Deutsch-Österreich

In ihrer 2. Sitzung beschlossen die Abgeordneten des Konstituierten Nationalrates Deutsch-Österreichs das Gesetz, welches als Bestätigung der Gesetze des Provisorischen Nationalrates vier Monate zuvor bedeutete.

Gesetz vom 12. März 1919 über die Staatsform. Deutsch-Österreich ist ein Bestandteil des Deutschen Reiches

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Der Nikolaus im Sudetenland

Ich zog durch das Sudetenland,
wo ich sonst immer Deutsche fand.
Doch wo ich ging, wohin ich schaute,
ich hörte keine deutschen Laute …
Im Böhmerwald war’s stumm und still –
ein eigenartiges Gefühl !
Ich war in Brünn, in Neutitschein,
wo mochten nur die Deutschen sein?
In Iglau, Olmütz, Trautenau
vergeblich ich nach Deutschen schau‘.
In Teplitz, Aussig, Bodenbach
ging ich vergebens ihnen nach.
Wollt Bergleut‘ finden ich in Brüx,
fand nur ein Riesenloch, sonst nix.
Bin auf die Höhen dann gestiegen,
sah Berg und Täler vor mir liegen:
den Borschen und den Millischauer
umhüllten Wolken voller Trauer…
Vom Keilberg bis ins Egertal,
mein Schauen wurde mir zur Qual.
In Komotau, in Karlsbad,
das deutsche Wort gefehlt mir hat.
In Duppau und in Lauterbach,
die Städt’ planiert mit roh‘ Gewalt.
In Schlaggenwald im Egerland
hab‘ Stadt und Leut‘ nicht mehr erkannt.
Verlass’ne Landschaft ringsumher,
die trauten Dörfer gab’s nicht mehr.
Stift Tepl hatte ich im Sinn –
die Mönche fort, wer weiß wohin.
An Falkenau und Kulm entlang,
am Wallfahrtsweg führt‘ mich mein Gang
Der Geigenkauf in Graslitz dort
mißlang, ich war enttäuscht vom Ort.
Ich lief in Egers Marktplatz rum,
die Kirchenglocken blieben stumm,
zog nach Marienbad und auch nach Plan,
doch traf ich keine Deutschen an.
Ich eilte weiter, kreuz und quer.
Wo kamen nur die Fremden her?
Die Sprache konnt‘ ich nicht versteh’n.
Was war in diesem Land gescheh’n?
Gar viele Häuser standen leer,
verfallen wohl noch mehr.
Wohin mich lenken meine Schritte,
wo gab es noch die deutsche Sitte?
Mich hat’s nach Reichenberg verschlagen,
dort wollt ich nach den Deutschen fragen.
Hab‘ mich in Gablonz umgeschaut:
Kein deutsches Wort, vertrauter Laut.
Vom Jeschken kam ich dann sogleich
in Berggeist Rübezahls Bereich.
Und als ich auf der „Koppe“ stand,
er auf mein Rufen zu mir fand.
„Die Deutschen“, sprach der alte Herr,
„gibt’s im Sudetenland nicht mehr.
Wer nicht erschlagen, wurd‘ vertrieben,
nur ich bin hier zurückgeblieben.
Unsterblich, wie die Zeit beweist,
verbleib‘ ich da als deutscher Geist
und warte drauf, bis wieder mal
man deutsch mich ruft: ‚Herr Rübezahl!‚„.
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Danke Victor Gollancz !

Zum 50. Todestag des britisch-jüdischen Humanisten und Verlegers Victor Gollancz
 gollancz-portrait
Victor Gollancz wurde am 9. April 1893 in London geboren. Aus Witkowo bei Gnesen in der preußischen Provinz Posen waren sein Großeltern Mitte des 19. Jh. nach London ausgewandert. Die Familie lebte nach jüdisch-orthodoxer Tradition, aus der er sich langsam löste und Philologie studierte. Im 1. Wk. meldete er sich freiwillig zur Armee, mußte aber wegen seiner schlechten Augen aus dem Dienst ausscheiden und arbeitete zunächst als Lehrer. Nach den Erfahrungen des Krieges engagierte er sich für sozialistische Ideale. Auch kritisierte er den sogenannten Friedensvertrag von Versailles.

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Der Faustschlag von Lugano

Die Tagung des Völkerbundrates vom 15. Dezember 1928.
Stresemann

Reichsaußenminister Dr. Gustav Stresemann setzte sich energisch für die Rechte der deutschen Minderheit in Polen ein.

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Der Kampf der deutschen Wehrmacht und der Waffen-SS zur Rettung deutscher Flüchtlinge vor der Sowjetarmee zu Kriegsende 1945

Gedenke
Spätestens seit Nemmersdorf wußte der deutsche Soldat auch, weshalb er im Osten auch dann noch kämpfte, wenn er den Krieg verloren gab. Es mußte aus seiner Sicht alles getan werden, um die Flucht der deutschen Bevölkerung aus den vom sowjetischen Einmarsch bedrohten Gebieten zu ermöglichen oder Brückenköpfe an der Ostsee zu verteidigen, um die dort von einer Landverbindung zum Westen abgeschnittenen Zivilisten soweit wie möglich über See zu evakuieren. Das konnte angesichts der sowjetischen Übermacht trotz aller Tapferkeit nur zum Teil gelingen, aber der aufopfernde Kampf deutscher Truppen an der Ostfront hat Unzählige vor einem Schicksal bewahrt, das die Zurückgebliebenen nicht verschont hat. Und es mußte ebenso darauf ankommen, möglichst viele deutsche Soldaten vor sowjetischer Gefangenschaft zu bewahren. Daß dies nur in geringem Umfang gelang, lag an den Westmächten, die viele deutsche Kriegsgefangene an die Sowjets auslieferten und somit ihren Tod oder jahrelange Zwangsarbeit unter unmenschlichen Bedingungen verschuldeten.

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Weihnachtliches aus dem deutschen Osten

Weihnachtsgeschichten
In einem Haus begegnen sich vier Vertriebenen-Schicksale: in der Gestalt einer Frau aus dem Egerland, einer anderen aus Schlesien, eines Mannes aus Ostpreußen und eines weiteren aus dem Erzgebirge. Bislang gingen sie aneinander vorbei, die Stunde der Heiligen Nacht aber läßt die Verlorenen zusammenfinden.

Lindenbaum1  Weiterlesen

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Das deutsche Volk in Österreich

 

Meine Heimat Österreich ist ein deutsches Land mit deutschen Menschen.
Eine kleine Sammlung von Bildern und Dokumenten  über die Zeit zu Ende des I. Weltkrieges beginnend, die das deutsch-nationale Bewußtsein der Österreicher und den Willen zur Wiedervereinigung mit dem Deutschen Reich dokumentiert.
Die Abgeordneten der mehrheitlich deutschen Wahlbezirke des Abgeordnetenhauses der österreichischen Reichshälfte der Monarchie bei ihrer ersten Vollversammlung im Niederösterreichischen Landhaus am 21. Oktober 1918.

Die Abgeordneten der mehrheitlich deutschen Wahlbezirke des Abgeordnetenhauses der österreichischen Reichshälfte der Monarchie bei ihrer ersten Vollversammlung im Niederösterreichischen Landhaus am 21. Oktober 1918.

 

Eine riesige Begeisterung erfüllt die Menschen Deutsch-Österreichs anläßlich der Proklamierung der Republik und der Proklamierung des Anschlußes an das Deutsche Reich am 12. November 1918.  Der Platz vor dem Parlament, die Ringstraße und der Volksgarten sind gefüllt mit Menschen.  Eine Massenansammlung, vergleichbar mit der vom Volk getragenen Begeisterung bei anderen großen historischen Ereignissen.

Eine riesige Begeisterung erfüllt die Menschen Deutsch-Österreichs anläßlich der Proklamierung der Republik und der Proklamierung des Anschlußes an das Deutsche Reich am 12. November 1918.
Der Platz vor dem Parlament, die Ringstraße und der Volksgarten sind gefüllt mit Menschen.
Eine Massenansammlung, vergleichbar mit der vom Volk getragenen Begeisterung bei anderen großen historischen Ereignissen.

Zur Vorgeschichte des Begriffes „Deutsch-Österreich“:
In Wien war 1848 der „Zentralverein der Deutschen Böhmens, Mährens und Schlesiens zur Aufrechterhaltung ihrer Nationalität“ entstanden. Ludwig v. Löhner war der Gründer dieses Vereines. Es waren die Anfänge Sudetendeutscher Politik. Von 28-31.August 1848 trat in Teplitz-Schönau eine Delegiertenversammlung der Deutschen Vereine der Böhmischen Länder zusammen. Den Vorsitz führte der Bürgermeister von Bodenbach (Nordböhmen), Eduard Strache, später Abgeordneter im Frankfurter Parlament.
Die aus mehr als 100 Delegierten bestehende Versammlung sprach sich für den Anschluß Österreichs an den Deutschen Zollverein aus. Sie forderte in einer Entschließung statt der damals bereits unzweckmäßig gewordenen Provinzialverwaltung eine Selbstverwaltung, die auf die ethnische Verschiedenheit der Bevölkerung Rücksicht zu nehmen hätte. Ludwig von Löhner hat diese Gedanken in einem Antrag im Österreichischen Reichstag formuliert. Die Grundgedanken Löhners lauteten: Die klare Berücksichtigung der nationalen Zusammensetzung der Bevölkerung, der Verschiedenheit ihrer Wohngebiete und Enklaven.     Allen Volksstämmen sei innerhalb ihrer Wohnsitze die volle Autonomie einzuräumen, da nur auf diese Weise das gleiche Recht aller verwirklicht und die Herrschaft des einen über den anderen beseitigt werden könnte. Österreich solle ein National-Bundesstaat oder Föderativstaat werden. Auf Grund der eindeutigen und klaren Sprachgrenzen seien an Stelle der historisch gewordenen Ländergrenzen fünf neue Kronländer oder „Nationsgebiete“ zu bilden innerhalb dieser die betreffende Sprache als ausschließliche Geschäfts- und Unterrichtssprache einzuführen wäre: 1. Deutsch-Österreich,  2. Tschechisch-Österreich,  3. Polnisch-Österreich, 4. Slavonisch-Österreich, 5. Italienisch-Österreich.
Der Begriff Deutsch-Österreich war somit keine Neuschöpfung von 1918. Es war schon im 19. Jh. eine umgangssprachlich weit verbreitete, wenn auch keine amtliche Bezeichnung. Sie stand für das mehrheitlich von Deutschen bewohnte Gebiet der österreichischen Hälfte der Monarchie.

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