Syrien: Die längst überfällige Abrechnung mit dem Terrorregime Assads.

 In der Nacht vom 20. zum 21. August wurden die Bewohner eines östlichen Außenbezirkes, sechs angrenzenden östlichen Vorstädten sowie einer südwestlich gelegenen Vorstadt von Damaskus von Artilleriefeuer geweckt. Wie immer strömten sie in den Keller der Häuser wo es bezüglich Beschuß mit konventioneller Munition die relativ größte Sicherheit gibt. Doch diesmal setzten Assads-Schergen bei ihren Beschuß Gas ein und dieses war schwerer als Luft. 12 Chemiewaffen-Raketen schlugen ein. Die Straßen, Plätze, sowie die niederen Stockwerke und besonders die Keller der Häuser wurden zur Todesfalle für Hunderte. Eine perfide Todesfalle, gestellt von einem verabscheuungswürdigen Regime, welches das Land seit 42 Jahren beherrscht, welches niemals durch eine freie Wahl vom Volk legitimiert wurde und gegen das die Syrer seit über zwei Jahren kämpfen.

Ein Augenzeuge berichtet:
Tausende werden in die drei ohnehin schon mit von konventionellen Waffen verletzten Menschen überfüllten Krankenhäuser dieses Gebietes gebracht, wo sich unbeschreibliche Szenen abspielen:
Ein Arzt berichtet:
Nicht nur Propagandisten des Terrorregimes bestritten alles, sondern auch unvoreingenommene Beobachter argumentierten, es sei fragwürdig, daß Assad denn nun den Chemiewaffenangriff ausgerechnet zur Zeit der Anwesenheit der mit allen notwendigen technischen Gerät ausgestatteten UN-Inspektoren in Damaskus durchführen lassen sollte. Auf dem ersten Blick ist das ein nachvollziehbares Argument das aber sofort dadurch entwertet wird, daß nun Assad die UN-Inspektoren nicht in die Todeszone lies. Dafür gibt es ja nur die eine Erklärung, das er was zu verbergen hat ! Prompt wurde die Zone auch die folgenden Tage heftig mit Artillerie beschossen um möglichst viele Beweise zu zerstören.
Das Hotel der Inspektoren befindet sich knapp 5 Kilometer von dieser Zone entfernt. Das liegt in Sichtweite, ist 10 Minuten mit dem Auto oder 1 Stunde zu Fuß entfernt. Aber das Schwein Assad verhinderte bis zum 26. August, daß die UN-Experten dort Untersuchungen durchführen können. An diesem Tag kam dann der Trick mit dem Heckenschützen, die die Untersuchung größtenteils verhinderte. Erst an den darauffolgenden Tagen wurden die Inspektoren nicht mehr vom Regime zurückgehalten.
Die politische Opposition und sämtliche ihrer militärischen Kommandostellen hingegen luden umgehend die UN-Inspektoren zur Untersuchung ein.
Kein einziger der Assad-Propagandisten die in diversen dubiosen Blogs und Kommentarspalten der Online-Foren alle möglichen Verschwörungstheorien zugunsten Assads anstellten, forderte eine Überprüfung durch die UN-Inspektoren was schon alleine sehr bezeichnend dafür ist, woran sie entgegen ihrer ausgestreuten hetzerischen Lügen in Wirklichkeit glauben. Zunächst mal erklärten sie alle Bilder und Filme für gefälscht, danach folgte die übliche Täter-Opfer-Umkehrung. Wirklich von der Unschuld des Regimes überzeugt, wären die Assad-Propagandisten die Ersten gewesen, die eine Untersuchung durch UN-Inspektoren verlangt hätten. Denn es wäre ein großer Triumph für Assad gewesen, könnte er mit Hilfe der UN-Inspektoren zweifelsfrei seine Unschuld oder noch besser die Schuld der Opposition beweisen. Aber wie Assad haben auch seine infamen, zum Teil offensichtlich psychisch kranken Unterstützer in diversen Kommentarspalten viel zu verbergen.
Russland und der Iran ließen sich tagelang Zeit, doch schließlich beugten sie sich dem Druck und forderten ebenfalls von Assad eine Untersuchung zuzulassen. Vielleicht kamen der iranischen Führung in Erinnerung des eigenen Giftgas-Traumas während des Krieges mit dem Irak innerlich ernste Zweifel an der Moral des Bündnisses mit dem Terrorregime Assads ? Aber nun ohne Gesichtsverlust das Bündnis zu lösen, dürfte schwerlich möglich sein.
Daß die Verbündeten des Terrorregimes in den letzten Tagen unter erheblichen Druck standen mag auch in ihrer lächerlichen, schon bemitleidenswert primitiven Argumentationsweise begründet liegen. So behauptete das russische Außenministerium allen Ernstes, dies alles sei inszeniert, weil die Youtube-Filme, die von Chemiewaffenangriff zu sehen sind, das Datum des Vortages haben also vor dem Angriff online gestellt worden seien. Daß viele Youtube-Filme das Datum des Vortages haben, erklärt sich aus den unterschiedlichen Zeitzonen. Youtube hat seinen Sitz in Kalifornien und darum nehmen die IHRE Zeitzone als Grundlage der Berechnung des Erscheinungsdatums ALLER FILME. Der Gas-Angriff ereignete sich ungefähr 3 Uhr früh am Mittwoch, syrische Zeit (selbe Zeitzone wie Osteuropa), das ist 17 Uhr abends kalifornische Zeit am Dienstag. Alle Filme die von den Syrern bis 10 Uhr vormittags syrischer Zeit hochgeladen wurden, haben somit das Erscheinungsdatum des Vortages. Dann kann jeder selber anhand irgendwelcher Youtube-Filme überprüfen. Wenn selbst das Außenministerium im Moskau offiziell derartig verworren argumentiert, kann man die Fassungslosigkeit westlicher Politiker über Putin-Russland gut verstehen. Höhnisch-dreist beschuldigte Russland danach die Opposition am Chemiewaffenangriff schuld zu sein, über Tausend ihrer eigenen Unterstützer ermordet zu haben. In dieser Tonart agieren auch die russischen Hetzmedien, sowie die iranischen.
Daß die UN-Experten überhaupt in Damaskus anwesend waren, hatte den Grund, weil sie den Vorwurf des Giftgas-Einsatzes vom 19. März diesen Jahres in Khan Assal, einer strategisch wichtigen Kleinstadt westlich von Aleppo überprüfen wollten. Mehr als ein Dutzend Mal schon wurden Giftgas/Chemiewaffen dieses Jahr vom Terrorregime eingesetzt, der Vorfall vom 19. März war der einzige wo die Kämpfer der Opposition in Verdacht standen. Auch damals hatte die Opposition einer Untersuchung sofort zugestimmt. Carla del Ponte untersuchte Menschenrechtsverletzungen im Syrienkrieg als Mitglied einer Untersuchungskommission im Auftrag des UN-Hochkommissariat für Menschenrechte. Sie meinte, in diesem Fall sehe sie „starke, konkrete Verdachtsmomente, aber noch nicht unwiderlegbare Beweise“ für die Schuld der oppositionellen Kämpfer. Nun, das war ja an sich schon eine Steilvorlage für Assad, aber überraschender Weise stimmte der einer Untersuchung durch die UNO nicht zu. Warum nicht ? Sicherlich weil er wußte, das an den Vorwürfen nichts dran war.  Am 1. August hatte er es sich anders überlegt. Das ist kurios, denn eine Woche zuvor am 23. Juli hatte die Opposition Khan Assal eingenommen.
Wenn diesmal niemand eingreift wird der nächste Chemiewaffen-Massenmord des Terrorregimes nicht lange auf sich warten lassen. Das würde den Assad-Propagandisten und ihren niederen Instinkten viel Freude bereiten. Es ist völlig unverantwortlich vom Westen, einen weiteren Massenmord zuzulassen.
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6 Antworten zu Syrien: Die längst überfällige Abrechnung mit dem Terrorregime Assads.

  1. Heimatrecht schreibt:

    Fünf Seiten, 24 Absätze, 1469 Wörter: So lang ist das Gutachten, mit dem die amerikanische Regierung einen Angriff auf Syriens Regime begründet. Blickt man durch die trockene, mehrfach redigierte Bürokratensprache hindurch, eröffnet sich dem Leser die erschütternde Chronologie des schwersten Giftgasangriffs seit drei Jahrzehnten. Laut dem Weißen Haus lief er so ab: Tagelang hatten die syrischen Regierungstruppen vergebens versucht, Widerstandsnester im Osten von Damaskus mit schwerer Artillerie und Luftangriffen zu brechen.

    Und so begannen am Sonntag, dem 18. August, verdächtige Bewegungen im Damaszener Vorort Adra. Dort liegt eine Betriebsstätte des Syrian Scientific Studies and Research Center. Ein harmloser Name, der an zivilen Fortschritt denken lässt. In Wahrheit ist das SSRC jene Einheit des syrischen Verteidigungsministeriums, die für das Chemiewaffenprogramm zuständig ist. Wer dort arbeitet, wird von Assad besonders gründlich auf Regimetreue und Zuverlässigkeit geprüft.
    In Adra mischen die syrischen Chemiekrieger seit Jahren tödliche Nervengase wie VX und Sarin. Genau hier war bis in die frühen Morgenstunden des 21. August erhöhte Aktivität zu beobachten. Dann setzten die örtlichen Kräfte des Regimes plötzlich Gasmasken auf. Und dann, gegen zwei Uhr morgens am 21. August, brach die Hölle aus. Gegen 2:30 Uhr mehrten sich im Internet plötzlich Meldungen über Gasvergiftungen aus zwölf Ortschaften und Vierteln östlich von Damaskus. 3600 Menschen trafen mit einschlägigen Symptomen wie Atemnot, Schaum vor dem Mund, Verwirrtheit und Wahrnehmungsstörungen in örtlichen Krankenhäusern ein. 1429 Menschen starben. 426 waren Kinder.
    Am Nachmittag endete der Giftgasangriff mit Raketen und Granaten. Der Widerstand war gebrochen. Doch etwas dürfte schiefgegangen sein: Denn nach dem Angriff äußerte ein hoher syrischer Regierungsfunktionär am Telefon die Sorge, dass die Waffeninspektoren der UNO Beweise für den Angriff finden könnten. Und so ließen Assads Truppen noch am selben Tag einen wahrhaften Bombenhagel über die zwölf Ortschaften niedergehen; er war viermal stärker als der ohnehin schon starke Beschuss in den zehn Tagen davor. Offenbar sollte kein Beweis Assads Gegnern in die Hände fallen.
    ….
    Was Amerikas Geheimdienste wissen, auf deren Berichten das Gutachten fußt, ist der Öffentlichkeit indes unbekannt. Kein Foto, keine Gesprächsaufnahme, kein sonstiges Beweismittel legte das Weiße Haus vor. Kein syrischer Regierungsfunktionär wird mit Namen genannt. Das sei nötig, um Quellen und Methoden der amerikanischen Geheimdienste zu schützen.

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1447341/Erst-das-Giftgas-dann-der-Bombenhagel?direct=1447270&_vl_backlink=/home/politik/aussenpolitik/1447366/index.do&selChannel=

  2. Heimatrecht schreibt:


    Derweil berichtete die in Dubai erscheinende Zeitung „The National“, Angehörige des Regimes beschuldigten einander gegenseitig, für den Giftgaseinsatz verantwortlich zu sein. Unter Berufung auf eine „sehr gut vernetzte Familie, die Kontakte zum Regime und zur Opposition unterhält“, berichtete das Blatt, die örtlichen Kommandeure pochten darauf, sie hätten nicht gewusst, dass die Raketenköpfe mit Kampfgas beladen gewesen seien. Sie hätten die Geschosse erst wenige Stunden vorher bekommen und abgefeuert, in der Annahme, es seien konventionelle Raketen. Die Raketen seien auf Befehl von Hafez Maklouf angeliefert worden, einem Cousin von Präsident Assad und Chef der Staatssicherheit. In den Emiraten leben nicht nur Schwester und Mutter von Diktator Bashar al-Assad, sondern auch zahlreiche andere mit dem syrischen Regime sowie der Opposition gut vernetzte Leute.
    Wie die Zeitung weiter berichtet, wurden die Giftgasraketen nach Erkenntnissen der syrischen Opposition von der Kaserne der 155. Brigade aus verschossen, die etwa zehn Kilometer entfernt liegt. Nach diesen Informationen gab es bis zum späten Dienstagabend vergangener Woche erbitterte Kämpfe in der Region Ghouta, dann hätten sich die Regierungstruppen zurückgezogen. Gegen 2.30 Uhr in der Früh hätte die Armee dann mehr als ein Dutzend Raketen abgeschossen, darunter mindestens vier mit Giftgas, die in den Vororten Zamalka und Ain Tarma einschlugen. Starke Winde hätten die tödliche Fracht auch in das benachbarte Viertel Erbin getragen, wo es zahlreiche Opfer gab.
    Um 4.20 Uhr seien am Stadtrand von Damaskus weitere Raketen explodiert, mindestens ein Nervengasgeschoss traf die in West-Ghouta liegende Ortschaft Moadamiya, die die Inspektoren am Montag aufsuchen konnten. Wie die örtlichen Klinikärzte dem UN-Team berichteten, wurden in der Giftgasnacht an die 2000 Menschen eingeliefert, alle im Schlaf von dem Angriff überrascht. 500 befanden sich in kritischem Zustand, 80 starben. 20 liegen noch immer auf der Intensivstation.
    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1445868/Giftgas_Syrische-Regimekraefte-beschuldigen-einander-gegenseitig?direct=1445079&_vl_backlink=/home/index.do&selChannel=103

  3. Heimatrecht schreibt:

    Die NZZ mit einer lesenswerten Analyse:
    http://www.nzz.ch/aktuell/international/auslandnachrichten/wird-asad-zu-unrecht-verdaechtigt-1.18144866

    Zudem haben unabhängige Beobachter in den Tagen danach das Massensterben aufgrund eigener Quellen bestätigt. Die Organisation Ärzte ohne Grenzen gab bekannt, dass drei lokale Spitäler in den Morgenstunden des 21. August 3600 Patienten mit neurotoxischen Symptomen aufgenommen hätten. 355 von ihnen seien gestorben.

    Gegen die Unfall-Theorie spricht schon die Geografie: Giftgasopfer wurden nämlich gleichzeitig aus mehreren Vororten gemeldet, die bis zu 20 Kilometer voneinander entfernt sind. Dazwischen liegen Orte, die unversehrt blieben. Ein Chemieunfall, aber auch die irrtümliche Explosion einer einzelnen Giftgasgranate hätte eine solche Katastrophe nicht auslösen können. Die hohe Zahl der Opfer und ihre geografische Verteilung deuten klar darauf hin, dass chemische Kampfstoffe gezielt und in grossen Mengen zum Einsatz kamen.

    Was aber spricht dagegen, dass die Rebellen einen Teil dieser Vorräte erbeutet und das Massaker selber verübt haben? Selbst wenn man Teilen der Opposition den entsprechenden Zynismus zutraut, handelt es sich um eine Behauptung ohne jegliche Faktenbasis. Bisher ist nichts darüber bekanntgeworden, dass den Aufständischen Chemiewaffen in grosser Zahl in die Hände gefallen wären. Westliche Geheimdienste schliessen dies aus, und auch das Regime Asad dementiert dies. Im Mai gab es einen Wirbel um die Nachricht, Angehörige der islamistischen Nusra-Front seien in der Türkei mit einem Container Sarin gefasst worden. Die Substanz entpuppte sich später als Frostschutzmittel. Ähnlich kurios ist das Gerücht, wonach ein saudischer Prinz die Aufständischen mit Chemiewaffen beliefert habe. Saudiarabien gilt nach allgemeiner Auffassung nicht als Staat mit einem C-Waffen-Programm.
    Der Besitz chemischer Substanzen bedeutet zudem noch nicht, dass man diese auch wirkungsvoll einsetzen kann. Es fehlt den Rebellen nebst dem Know-how im heiklen Umgang mit Nervengasen an schweren Waffen und erst recht an Artillerieraketen, wie sie am 21. August zum Einsatz kamen.

    Dagegen verfügen die Regimetruppen nicht nur über chemische Kampfstoffe, sondern auch über Träger wie Fliegerbomben und Artillerieraketen sowie die für solche Einsätze geschulten Spezialeinheiten. Die USA haben nach eigenen Angaben mittels Satelliten am frühen Morgen des 21. August Starts von Raketen aus Regierungsgebieten in Richtung der betroffenen Vororte festgestellt. Die National Security Agency wie auch der Bundesnachrichtendienst konnten zudem Gespräche abhören, die laut verfügbaren Informationen eine Verantwortung des Regimes nahelegen. Die französischen Dienste weisen noch auf einen weiteren Punkt hin: Der Einsatz von Chemiewaffen an diesem Tag erscheine als Teil eines kohärenten militärischen Plans; dieser habe im Anschluss an den Artillerieeinsatz auch eine Bodenoffensive gegen Stellungen der Rebellen in den Vororten umfasst.
    Es bleibt die Frage, weshalb das Regime ein solches Kriegsverbrechen ausgerechnet in einem Moment angeordnet haben soll, als sich Uno-Inspektoren in der Nähe befanden. Eine mögliche Erklärung ist, dass sich Asad sicher fühlte, nachdem die von den USA gezogene «rote Linie» gegen Chemiewaffeneinsätze mehrmals ohne Konsequenzen überschritten worden war. Asad mag daraus den Schluss gezogen haben, dass es in diesem Krieg nun keine Tabus mehr gab.

  4. Heimatrecht schreibt:

    Noch ein Aspekt:
    Die Assad-Unterstützer erklären ständig, Assads Truppen wären in ganz Syrien “auf dem Vormarsch” gewesen, somit gäbe es gar keinen Grund für Assad Chemiewaffen eizusetzten, im Gegenteil der Einsatz der Chemiewaffen sei eine Verzweiflungstat der Rebellen gewesen um diesen “Vormarsch” zu stoppen…

    Die Aussagen sind Folge der Gehirnwäsche die man auf Blogs der selbsternannten „Wahrheitsfinder“ (oder “Infokrieger” bzw. „Truther“) erhält, wo hemmungslos Propaganda im Sinne Putins und des Irans verbreitet wird. Und es ist nahezu unmöglich in diesen Blogs einen Assad-gegnerischen Kommentar zu veröffentlichen. Auch über Niederlagen des Regimes erfährt man dort überhaupt nichts ! So halten diese Blogs ihre eigene Leserschaft dumm und hetzen sie auf, was sich dann auch massiv in Online-Kommentarspalten vieler Zeitungen widerspiegelt.

    Die Bilanz der letzten Monate sieht nämlich so aus:
    Das Regime konnte mit massiver Unterstützung der Hisbollah, sowie iranischer und irakischer Schiiten die Kleinstädte Al Qusair sowie Taklakah (an der Nordgrenze des Libanon) und einen Stadtteil von Homs einnehmen (zwei andere nicht).
    Die großspurig angekündigte Eroberung Aleppos wurde zu einem Debakel. Im Gegenzug verlor das Regime bei Aleppo die Stadt Khan Assal westlich von Aleppo, Khan Asser südlich von Aleppo, dazu zwei Stadtteile Aleppos und eine Reihe von Dörfern im Osten der Provinz Hama. Dazu noch einen Stadtteil von Deir Ezzor.
    Noch größer waren die Verluste in der Provinz Daraa ganz im Süden. Zwei Drittel der symbolträchtigen Provinzhauptstadt (dort begannen die Demos gegen Assad), dazu noch die ca. 70000 Einwohner Städte Inkhil, Jasim und Nawa.
    Bei Latakia starteten einige Hasardeure der Opposition eine Offensive, die gut vorankam, dann aber wegen Munitionsmangel eingestellt werden mußte (soviel zur Lüge, das der Westen und die Araber die Opposition so großartig mit Waffen ausstatten) und schließlich mußte man sich auf die Ausgangsposition zurückziehen.
    Das verkaufte das Regime als “Sieg”.
    Was jetzt die Damaskus-Außenbezirke und Vororte betrifft, so bombardiert und rennt das Regime dort seit einem Jahr dagegen an und kann trotzt einer militärisch astronomisch besseren Bewaffnung keinen Fortschritt erzielen.

    Hier ist eine meiner Einschätzung nach zutreffende Karte:
    http://img.ly/images/7726037/full

  5. Heimatrecht schreibt:

    Die Assad-Propagandisten tarnen sich nun als Kriegsgegner und Friedensaktivisten.
    Die Ami-Hasser, die so sehr vor dem Krieg warnen – als ob dort nicht schon seit 2 Jahren der Krieg im Gange ist – wollen nichts anderes, als das die Assad-Mord-Maschinerie weiterläuft.
    Deshalb quasseln sie so viel auf den ersten Blick anständig klingendes Zeug.
    Plötzlich ist diesen HEUCHLERN das Prinzip des Völkerrechtes und die Souveränität der Staaten so wichtig – aber nur dann, wenn es einer massenmordenden Diktatur zugute kommt !
    Würde Russland das Völkerrecht ernst nehmen, müßte es sich zB. sofort aus Ostpreußen oder den Kurilen-Inseln zurückziehen. China müßte dasselbe aus Tibet tun.

    Und die Einhaltung der UN-Prozedur, die ist ihnen ja auch so wichtig – damit das SCHWEIN Putin, dieser Kriegsanstifter und Kriegsgewinnler auch weiterhin mit VETO blockieren kann und die Assad-Mord-Maschinerie weiterläuft.

    Kein einziger dieser Heuchler hat in den sechs Tagen als die UN-Inspektoren von Assad an der Untersuchung gehindert wurden, die Bewegungsfreiheit der UN-Inspektoren gefordert. Sie wissen ganz genau, daß das Regime hinter dem Chemiewaffenangriff steckt.

    Kein einziger dieser Heuchler hat jemals freie Wahlen und das Selbstbestimmungsrecht der Syrer gefordert. Sie wissen ganz genau, daß Assad bei freien Wahlen NIEMALS eine Chance hätte.

    Kein einziger von denen hat den Volksaufstand in Syrien von Anfang an im März 2011 beobachtet. Haben alle wie bei einem Film erst später zugeschaltet. Und sich von der Putin-Propaganda erzählen lassen was bisher geschah, also sich gegen den syrischen Volksaufstand verhetzen lassen.

  6. Heimatrecht schreibt:

    Nur durch amerikanischen Druck und der Drohung eines Militärschlages hat das Assad-Terroristenregime überhaupt mal zugegeben Chemiewaffen zu besitzen.

    Nur durch amerikanischen Druck und der Drohung eines Militärschlages ist das Assad-Terroristenregime der Chemiewaffenkonvention beigetreten.

    Nur durch amerikanischen Druck und der Drohung eines Militärschlages hat das Assad-Terroristenregime zugestimmt, seine Chemiewaffen auszuliefern oder zu zerstören.

    Soweit so gut.

    ABER dieses Abkommen betrifft nur die chemischen Waffen und läßt dem Assad-Terroristenregime praktisch freie Hand, den Terrorkrieg gegen die syrische Bevölkerung fortzusetzen.
    Die Kriegsbefürworter, also jene die nichts gegen Assads nun schon 2 Jahren dauernden Krieg gegen die syrische Bevölkerung tun wollen, haben sich durchgesetzt gegen die Kriegsgegner, also jene, die diesen Krieg mit einen Militärschlag gegen das Assad-Terroristenregime beenden wollen.

    Seit dem 21. August sind übrigens wieder 1500 Menschen in Syrien Assads Krieg gegen die syrische Bevölkerung zum Opfer gefallen, diesmal durch konventionellen Beschuß.
    Beschuß aus russischen Waffen. Der russische Feind der Völker verdient sich eine goldene Nase am Krieg bei dem er seine Marionette Assad unterstützt. Weil Putin Blut sehen will, geht der Krieg in Syrien weiter.

    Die syrische Opposition bekommt von den Amerikanern nur einige leichte Waffen zur Verfügung gestellt.
    Noch nicht mal Flugabwehrwaffen um sich gegen die täglichen Bombenterrorangriffe von den Flugzeugen zu Wehr zu setzen, deren Angriffe jeden Tag Dutzende Tote fordern. Den Flugabwehrwaffen in den Händen der syrischen Opposition könnten ja eines Tages die Sicherheit Israels gefährden.
    Und nun spricht niemand mehr über eine Bestrafung des Assad-Terroristenregimes. Das ist der eigentliche Skandal.
    Zurecht ist die Opposition enttäuscht darüber, das so getan wird als wären die Chemiewaffen das einzige Problem. Mehr als 98% der Toten dieses Krieges wurden von den konventionellen Waffen getötet.
    Das Assad-Terroristenregimes ermordet wahlos jeden Tag mit dem Beschuß aus Flugzeugen und anderen schweren Waffen die Bevölkerung.
    Aber darüber hat Kerry nicht verhandelt und erst recht nicht das russische Regime, das Assad unterstützt.

    Es geht für den Westen nur um die Chemiewaffen – weil die das Sicherheitsinteresse Israels gefährden. In diesem Sinne hat die USA verhandelt. Die Russen haben nur das Überleben des Assad-Terroristenregimes im Auge.

    Für die syrische Bevölkerung verhandelt niemand.

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